Web 
Analytics
Skip to main content

Corn Whiskey / Maiswhiskey

Neben Bourbon und Rye Whiskey, findet ebenso Corn Whiskey in- und außerhalb den USA Absatz. Corn, zu einem hohen Prozentsatz aus Mais gebrannt, hält durch die ihm eigenen Geschmackseigenschaften vermehrt Einzug in die Bars weltweit, wo er für Cocktails genutzt wird. Ebenso bietet er pur genossen allerhand für die Sinne.

Zwar wird Corn Whiskey ganz ähnlich dem Bourbon oder Rye hergestellt, doch gibt es auch einige Unterschiede. Diese betreffen nicht nur die Menge der beinhalteten Zutaten, auch in der Fasslagerung hebt sich der Corn Whiskey von anderen amerikanischen Whiskeys ab. Das nimmt deutlichen Einfluss auf seine Geschmacksnote.

Corn Whiskey: Das zeichnet ihn aus

Kein Wunder, dass jener Whiskey, der für seinen hohen Anteil an Mais bekannt ist, gerade in den USA hergestellt wird. Dies ist auch geschichtlich von Relevanz, da Maisanbau schon seit der Besiedelung Amerikas eine zentrale Rolle spielt. In vielen Gebieten (Virginia oder Kentucky beispielsweise) bieten die Böden ideale Bedingungen, um die Pflanze rasch und problemlos gedeihen zu lassen. Auch in Zeiten der Schwarzbrennerei kam Mais eine wichtige Bedeutung zu.

Der Maisanteil beim Corn Whiskey muss mindestens 79 % ausmachen, so ist es gesetzlich festgelegt. Im Vergleich zu anderen Whiskeysorten handelt es sich hierbei um einen recht hohen Anteil an nur einer Getreidesorte. Und das schmeckt man auch! Im Gegensatz zum Rye Whiskey (mindestens 51 % Roggenanteil) oder Bourbon (mindestens 51 % Maisanteil), schlägt beim Corn Whiskey ein weniger würziges, sanfteres Aroma durch.

Gebrannt wird auch Corn Whiskey vorrangig im Column-Still-Verfahren. In den Brennsäulen läuft der Destilliervorgang kontinuierlich ab. Diese Vorgehensweise ist weniger aufwändig als das Pot-Still-Verfahren, das in Schottland gang und gäbe ist.

Bei der Fasslagerung gelten für Corn Whiskey andere Bestimmungen, als das für Bourbon oder Rye Whiskey der Fall ist. Grundsätzlich ist es gesetzlich nicht vorgeschrieben, dass Corn in Fässern gelagert werden muss, aber er kann! Gegebenenfalls wird hier außerdem nicht auf neue, innen ausgebrannte Fässer zurückgegriffen, was durchaus Auswirkung auf den Geschmack nimmt.

Corn Whiskey: alles eine Frage des Fasses

Bei Bourbon oder Rye Whiskey ist die Fasslagerung gesetzlich streng geregelt. Neue Eichenfässer, innen zudem ausgebrannt, müssen hier genutzt werden.

Anders verhält es sich bei Corn Whiskey: Grundsätzlich ist die Lagerung in Holzfässern nicht zwingend vorgeschrieben. Findet sie statt, ist sie nicht auf neue Fässer bezogen und ausgebrannt dürfen sie gar nicht sein. Somit kann zur Reifung von Corn auf schon gebrauchte Fässer zurückgegriffen werden, wodurch sich mit Geschmack und Geruch des Whiskeys experimentieren lässt.

Eine minimale Reifungsdauer ist in der Regel nicht vorgesehen. Tatsächlich ist es auch zulässig, Corn Whiskey gar nicht zu lagen. Oder er kann bereits nach wenigen Monaten der Lagerung abgefüllt werden (was aber nicht wirklich rentabel wäre, da die Fässer kalkuliert werden müssen).

Die Ausnahme dieser Regelung bildet der Zusatz „Straight“ (Straight Corn Whiskey). In dem Fall ist eine Fasslagerung von zwei Jahren vorgeschrieben.

Amerikanischer Corn Whiskey: Geschmack und Einsatzmöglichkeiten

Ein kleines Revival erlebt der Corn Whiskey gerade in der Craft-Hersteller-Szene. Kein Wunder, bietet Mais als Hauptbestandteil dieses Whiskeys einen sehr traditionellen und ursprünglichen Aspekt.

Was den Geschmack von Corn angeht, punktet der Whiskey mit seinem sanften und dabei unblumigen Aroma. Dass er nahezu frei von starken Holznoten ist, macht ihn ganz besonders beliebt. Als Zutat für Cocktails ist er überall dort gerne gesehen, wo starker Geruch/Geschmack nach Holz und Vanille fehl am Platze sind. Auch beim puren Genuss und im Rahmen von Whiskeyverkostungen spielt Corn Whiskey eine – wenn auch nicht besonders große – Rolle.

Corn Whiskey am Markt: die beliebtesten Vertreter

Zwar werden in den USA relativ große Mengen an Corn Whiskey produziert, ein Löwenanteil dieser kommt allerdings nicht pur in den Handel, sondern als Blended Whiskeys (verschnitten meist mit Bourbon Whiskey).

Ein Beispiel für abgefüllten Corn Whiskey, der am Markt erhältlich ist, ist Platte Valley Corn Whiskey. Die fruchtige, feine Note macht diesen Corn Whiskey zu etwas Besonderem. Dadurch, dass er 30 Monate lang in Eichenfässern lagert, darf er als Straight Whiskey bezeichnet werden.

Ebenfalls beliebt, gerade auch als Geschenk, ist Georgia Moon Corn Whiskey. Dieser Whiskey ist farblos, da er nicht gelagert wird (Reifezeit unter 30 Tagen). Bemerkenswert ist auch die Abfüllung im Schraubglas. Georgia Moon Corn Whiskey punktet zudem mit säuerlich-süßem Aroma.

Amerikanischer Corn Whiskey: die Fakten im Überblick

Corn Whiskey:

  • besteht zu mindestens 79 % aus Mais
  • muss keine Mindestreifezeit einhalten (außer es handelt sich um Straight Corn Whiskey)
  • muss nicht in neuen Holzfässern gelagert werden
  • überzeugt durch sanftes, unblumiges Aroma
  • wird häufig für Blended Whiskeys genutzt, ist aber – dank der Craft-Bewegung – auch pur immer gefragter

 

 

 



Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *