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Ein Großteil der deutschen Bevölkerung konsumiert regelmäßig Alkohol. Gerade in geselliger Runde schätzen Verbraucher die erheiternde Wirkung, allerdings senken Wein, Bier, Whiskey und Co auch die Hemmschwelle. Auf Whiskeykenner.net bewerten und empfehlen wir alkoholhaltige Getränke, sind uns jedoch auch der damit einhergehenden Verantwortung bewusst. Aus diesem Grund weisen wir an dieser Stelle darauf hin, dass Alkohol Gefahren birgt, sich negativ auf den Körper auswirken kann und daher nur in Maßen konsumiert werden sollte. Was verantwortungsvoller Alkoholgenuss bedeutet und was Sie beachten sollten, erklären wir im Folgenden.

Gesetzeslage in Deutschland

In Deutschland ist Alkohol für Menschen unter 14 Jahren grundsätzlich tabu. Für die Altersstufen zwischen 14 und 18 Jahren gibt es unterschiedliche Regelungen im Jugendschutzgesetz. Durch Gärung entstandene alkoholische Getränke wie Bier, Sekt oder Wein dürfen sowohl in Supermärkten als auch in der Gastronomie ab 16 Jahren erworben beziehungsweise konsumiert werden. Mit der ausdrücklichen Erlaubnis der Eltern oder sorgeberechtigten Person(en) können Restaurants oder Bars diese Regelung aufheben. Dies gilt allerdings nur für Alkohol, der durch Gärung entsteht. Der Erwerb oder Verzehr von branntweinhaltigen Getränken in der Öffentlichkeit ist erst ab einem Alter von 18 Jahren gestattet.

Alkohol im Straßenverkehr – Regelungen für Auto- und Radfahrer

Auch Alkohol im Straßenverkehr ist ein wichtiges Thema, da sich das Unfallrisiko bereits bei geringen Alkoholmengen erhöht. Nach bestandener Fahrprüfung gilt eine zweijährige Probezeit, während der es strikt verboten ist, alkoholisiert zu fahren. Ein strenges Alkoholverbot am Steuer gilt außerdem für alle Personen bis zum 21. Lebensjahr. Auch weniger als 0,5 Promille haben ein Bußgeld von mindestens 250 Euro, einen Punkt in Flensburg, gegebenenfalls eine verlängerte Probezeit sowie eine Nachschulung zur Folge. Ab 0,5 Promille ist es grundsätzlich ordnungswidrig, ein Kraftfahrzeug (beispielsweise Auto, Roller oder Motorrad) zu führen. Wer sich nicht an diese Regelung hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1.500 Euro und einem Fahrverbot rechnen.

Der erlaubte Promillewert bei Radfahrern ist umstritten, da es häufiger zu alkoholbedingten Unfällen kommt als bei Autofahrern. Solange Fahrradfahrer nicht fahruntauglich sind oder einen Unfall verursachen, ist derzeit ein Wert von maximal 1,6 Promille erlaubt.

Maßvoller Verzehr alkoholischer Getränke – wo sind die Grenzen?

Für den sogenannten risikoarmen Konsum von Alkohol gelten bestimmte Werte. So liegt der Grenzwert für Frauen pro Tag bei 12 Gramm reinem Alkohol; dies entspricht etwa einem Glas Wein. Der Wert für einen risikoarmen Alkoholkonsum ist bei Männern mit 24 Gramm doppelt so hoch. Der Konsum gilt als risikoarm, solange diese Menge nicht überschritten und an zwei Tagen pro Woche kein Alkohol verzehrt wird.

Gesundheitliche Gefahren durch Alkohol

Experten zufolge konsumieren hierzulande rund 9,5 Millionen Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren regelmäßig so viel Alkohol, dass der Verzehr als gesundheitsgefährdend einzustufen wäre. Derzeit gelten circa 1,77 Millionen Menschen in Deutschland als alkoholabhängig; bei rund 1,6 Millionen von ihnen handelt es sich um Alkoholmissbrauch. In Deutschland wurden im Jahr 2014 pro Kopf etwa 9,6 Liter Alkohol konsumiert – der Durchschnittswert liegt weltweit bei 6,2 Litern, womit Deutschland den höchsten Alkoholkonsum aufweist.

Von einem Risiko, das gesundheitliche Folgen haben kann, ist laut Experten die Rede, wenn die genannten Grenzwerte überschritten werden. Mögliche Konsequenzen sind (dauerhafte) Schäden an der Leber und anderen Organen – ein übermäßiger Alkoholverzehr kann zu zahlreichen Erkrankungen führen. Diese betreffen nicht nur den Körper; vielmehr können auch psychische und soziale Probleme entstehen. Eines der ersten Anzeichen eines übermäßigen Konsums beziehungsweise einer Alkoholsucht kann der Rückzug sein. Betroffene vernachlässigen den Alltag meist zunehmend, während Alkoholkonsum mehr und mehr in den Fokus rückt und zum Lebensmittelpunkt wird.

Alkoholsucht im Umfeld – Probleme erkennen und Hilfe anbieten

Sollten Sie einen auffällig hohen Alkoholkonsum in Ihrem Umfeld vermuten, suchen Sie das Gespräch mit dieser Person und bieten Sie ihr Hilfe an. Für professionelle Unterstützung können Sie und Betroffene sich in einem ersten Schritt an Beratungsstellen wenden. Ansprechpartner in Ihrer Nähe finden Sie unter https://www.kenn-dein-limit.de/handeln/beratungsstellen/.

Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS)

Telefon: +49 30 31018960
E-Mail: selbsthilfe@nakos.de
www.nakos.de

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Telefon: +49 221 8992-0
www.bzga.de

Weitere Informationen:
https://www.kenn-dein-limit.de/ (Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für Jugendliche und junge Erwachsene)