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Whiskygenuss: Eis oder kein Eis, das ist hier die Frage

Wie man Whisky stilsicher trinkt, ist ein heiß diskutiertes Thema. Die Wahl des richtigen Glases sowie Zusätze wie Wasser oder Soda wollen gut überlegt sein. Und vor allem bei der Gretchenfrage: „Darf Eis in den Whisky oder lieber nicht?“ scheiden sich die Geister beziehungsweise gleich ganze Nationen.

Eis oder kein Eis – die heiss diskutierte Frage

Nun, man könnte argumentieren, dass sich über Geschmack bekanntlich nicht streiten lässt und wäre damit stets auf der sicheren Seite. Grundsätzlich sollte Whisky nämlich so genossen werden, wie er schmeckt. Ob das nun pur ist, „on the rocks“ (also über Eis gegossen), als Highball (mit Soda und Eis gemischt) oder in einem anderen Mixgetränk mit oder ohne Eiswürfel: Jede Zubereitungsart und Trinkweise von Whisky hat Vor- und Nachteile zu bieten.

Bevorzugt man die amerikanische (oder auch japanische) Trinkweise, sprich: seinen Whisk(e)y auf/mit Eis, ist natürlich auch die Frage nach den perfekten Eiswürfeln eine wichtige. Und wem die Nachteile des Whiskygenusses mit Eis (es schmilzt und verwässert den Whisky) zu schwer wiegen, der hat Alternativen, auf die er zurückgreifen kann, um seinen Whisky kühl zu halten: Edle Whiskysteine sind ein hilfreiches Gadget für Whiskytrinker, das sich auch hervorragend als Geschenk eignet.

Folgend wollen wir den Blick auf Vor- und Nachteile von purem Whiskygenuss richten, beziehungsweise die Zugabe von Eis oder Kühlmitteln in jeglicher Form näher betrachten und uns ansehen, inwiefern hier auch Unterschiede zwischen den Nationen bestehen. Die Wahl des richtigen Eiswürfels (für all diejenigen, die gerade in der heißen Jahreszeit ihren Whisky gerne kühl genießen) und Alternativen zu Eis sollen ebenfalls in den Fokus gelangen.

Whisky: ein allseits beliebter Brand

Überall auf der Welt erfreut Whisky Genießer. Mittlerweile genügt der Jahrhunderte alte Getreidebrand hohen Qualitätsstandards und je nachdem, in welchem Land er produziert wird, variieren diese auch.

Meist ist Schottland die erste Assoziation, die einem zu Whisky in den Sinn kommt, doch ob tatsächlich die Schotten das dortige Nationalgetränk (Scotch Whisky) erfunden haben, oder diese Ehre den Iren (Irish Whiskey) gebührt, ist nach wie vor ungeklärt.

Mit kräftigen Whiskeys, meist mit hohem Maisanteil, reihen sich die USA als Dritte im Bunde der Whiskynationen ein (American Whiskey). Und auch in anderen Ländern (Japan, Deutschland, Österreich, Schweiz,…) werden in Destillerien wohlschmeckende Whiskys gebrannt.

Je nachdem, aus welchem Getreide Whisky gebrannt wird und wie der Brenn- und Lagerungsprozess gehandhabt wird, weist der beliebte alkoholische Brand ganz unterschiedliche Geschmacks- und Geruchsmerkmale auf. Auch hängt das Bouquet von der Art des Whiskyfasses (gebraucht, neu, innen ausgebrannt) sowie der Dauer der Lagerung ab. Und ein weiterer Aspekt trägt maßgeblich zum Geschmack von Whisky bei: Die Art und Weise, in der er genossen wird! Nicht nur die Glasform ist hier relevant, sondern auch die Frage nach der richtigen Trinktemperatur.

Die richtige Trinktemperatur für wahren Whiskygenuss

Whiskey Temperatur

Über die richtige Temperatur entscheidet die persönliche Vorliebe

Die Frage nach der richtigen Trinktemperatur von Whisky, ist eine Frage, die Menschen weltweit wohl unterschiedlich beantworten würden.

Während Schotten, Iren und so manch anderer Whiskykenner felsenfest davon überzeugt ist, Whisky gehöre bei Zimmertemperatur genossen, allenfalls bei Temperaturen ein wenig darüber hinaus, lieben beispielsweise Amerikaner und Japaner ihren Whiskey eiskalt und erfrischend serviert.

Naheliegend, dass Profis darauf pochen, dass Eis, egal in welcher Form, vor allem in Scotch Whisky und Irish Whiskey überhaupt nichts verloren habe. Nicht nur würde es die Temperatur des Whiskys zu weit herunterkühlen, auch ein Verwässern des Brandes durch den Schmelzvorgang sei ungünstig. Schließlich würden so Geschmack und Geruch verfälscht und außerdem betäube die Kälte die Geschmacksknospen an der Zunge, was den Genuss des edlen Tropfens zusätzlich erschweren würde.

Das alles sind durchaus gute Gründe, irische und schottische Whisky-Spezialitäten ohne Eis zu genießen und stattdessen auf andere Servierweisen zurückzugreifen (dazu später mehr). Vor allem bei teurem Whisky sowie bei Whiskyverkostungen möchte man ja durchaus nicht ins Fettnäpfchen treten und gar unwissentlich Geschmack und Geruch verfälschen.

Dennoch muss an dieser Stelle betont werden, dass Whisky grundsätzlich so genossen werden sollte, wie er schmeckt. Und wer auch zu speziellen Tropfen eine gewisse Kühle schätzt, der greift eben zu Eiswürfeln oder edlen Whiskysteinen, ganz egal, was die Allgemeinheit dazu sagt. Denn über Geschmack lässt sich eben bekanntlich nicht streiten.

So kann Whisky getrunken werden

  • zimmerwarm (meist empfohlen)
  • leicht erwärmt (mit den Händen, um die Entfaltung des Bouquets anzuregen)
  • kühl/kalt

Whisky bei Zimmertemperatur oder leicht erwärmt genießen

Gerade in Europa verweisen Kenner häufig darauf, dass Whisky – vor allem jener von der teuren Sorte – stets bei Zimmertemperatur genossen werden sollte. 20-22 Grad, das sei die Temperatur, bei der Whisky seinen vollen Geschmack entfalte. Manchmal wird gerade bei Verkostungen dazu geraten, die Hand um die Oberfläche des Whiskyglases zu legen und dieses sanft zu schwenken. So wird der wertvolle Getreidebrand angewärmt und Geschmacksnuancen können etwas leichter wahrgenommen werden.

Whiskey on the rocks (also Whisky über Eis gegossen), oder gar das Strecken eines guten Whiskys mit Sodawasser, ist gerade in den kühleren Regionen (Schottland, Irland) oft regelrecht verpönt. Dort wird stilles Wasser gereicht, neutral im Geschmack und mineralarm, mit dem man den Whisky bei Bedarf Tropfen für Tropfen strecken kann. Das wird vor allem dann genutzt, wenn es sich um ein Destillat mit hohem Alkoholvolumen handelt, sodass Wasser hilfreich ist, den Whisky angenehmer für Mund und Zunge zu machen.

Whiskey on the rocks: Whiskey mit Eiswürfeln

Whisky Eis

Gehört das Eis IN oder doch lieber NEBEN das Glas?

Amerikanischer Whiskeygenuss wird häufig mit Whiskey on the rocks assoziiert. Eisgekühlt und im Tumbler Glas (kurzes, bauchiges Glas mit dickem Boden) wird der rauchig schmeckende Whiskey von einem Typen à la John Wayne heruntergespült. So kennt man das schließlich aus Film und Fernsehen.

Ganz so weit hergeholt ist dies nicht, tatsächlich lieben die Amerikaner „ihren“ Whiskey „on the rocks“, also über Eiswürfel gegossen. Whiskey on the rocks ist allerdings durchaus auch ein Standardgetränk in vielen europäischen Bars, denn auch hier möchte so mancher auf die Kühle beim Whiskeygenuss nicht verzichten. Und auch in Japan trinkt man Whiskey gerne mit einer ordentlichen Portion Eis und dort wird sogar noch Soda beigegeben.

Gerade amerikanischer Bourbon wird häufig mit Eis kombiniert, wohingegen es sich bereits herumgesprochen hat, dass hochwertige Scotch Whiskys/Single Malts besser pur genippt werden, um ihr Geschmacksprofil nicht zu verfälschen. Durch die Beigabe von Eis kann dies nämlich leicht passieren, was stets bedacht werden sollte. Naheliegend, dass bei klassischen Whiskyverkostungen auch kein Eis zu finden ist, sondern – natürlich – stilles Wasser auf Zimmertemperatur gehalten.

Ganz sicher ist zur Beantwortung der Frage: „Whisky mit Eis oder besser ohne?“ nicht unwesentlich, welche Art von Whisky zum Einsatz kommt und was man damit vor hat. Ein hochwertiger, lang gereifter Single Malt wird wohl eher pur (allenfalls mit etwas Wasserzusatz) getrunken, während günstigere Bourbon Whiskeys oder Blended Whiskys durchaus auch über Eis gegossen werden, oder für kühle Whisky-Mixgetränke genutzt. Hier ist die Frage nach dem perfekten Eiswürfel dann durchaus auch beim Whiskygenuss legitim.

Whisky pur oder mit Eis?

Jack Daniels mit Eis

Befürworter des puren Whiskygenusses argumentieren häufig damit, dass es etwa Zimmertemperatur benötige, damit sich Geschmacksnuancen so richtig entfalten können. Trinkt man spezielle Whiskysorten also auf Eis, läuft man Gefahr, deren wahre Geschmacksvielfalt gar nicht erkennen zu können und das sei doch schade.

Auch die Farbe des Whiskys kann sich verändern. Kühlt man ihn zu stark, wirkt er häufig trüb. Das liegt darin begründet, dass Alkohol Fette bei niedrigen Temperaturen nicht mehr ausreichend binden kann. Dadurch verändert sich die chemische Zusammensetzung, was sich durchaus auch auf den Geschmack auswirken kann.

Darüber hinaus schmilz Eis und kann dadurch den Whisky so stark verwässern, dass es zu Einbußen im Geschmack kommt.

Demgegenüber argumentieren jene, die ihren Whisky gerne auf Eis genießen, damit, dass der kühle Genuss ihnen ein ganz besonderes Gefühl vermittle. Der Geschmack würde runder und Geschmacksnuancen könnten gut herausgeschmeckt werden, da dem Whisky durch das Eis etwas an Schärfe genommen werde. Außerdem seien Whiskey on the rocks oder ein Whisky-Mixgetränk mit Crushed Ice eine Wohltat in heißen Sommermonaten.

Bleibt nur zu sagen: Grundsätzlich sollte Whisky so getrunken werden, wie er schmeckt! Und wird Whisky nur in Kombination mit Eis zu etwas Besonderem, dann sollte man sich bei der Wahl des richtigen Eiswürfels Zeit lassen. Hier gibt es nämlich durchaus Verschiedenes zu bedenken.

Whisky: der perfekte Eiswürfel

Auch bei der Kombination von Whisky und Eis gilt: Eiswürfel ist nicht gleich Eiswürfel! Genießt man seinen Whisky „on the rocks“, möchte man ihn schließlich kühl und erfrischend, nicht verwässert. Dem kann man entgehen, indem man sich bei der Wahl des perfekten Eiswürfels gut beraten lässt.

Eiswürfel für Whisky: Homemade oder lieber kaufen?

Eiswürfel Whiskey

Eiswürfel müssen nicht immer eckig sein

Wesentlich für einen guten Eiswürfel: Er darf nicht zu schnell schmelzen und so das Getränk, das er eigentlich kühlen soll, verwässern. Eiswürfel können mit entsprechenden Formen, die bei vielen Herstellern erhältlich sind, grundsätzlich leicht selbst hergestellt werden. Etwas Wasser in die vorgeformten Behältnisse schütten, ab damit ins Gefrierfach und schon wenige Stunden später hat man fertige Eiswürfel für seinen Whisky.

Hier gilt es zwei Dinge zu beachten: Luftblasen im Eiswürfel sind für den ungetrübten Whiskygenuss eher ungeeignet, weil sie das Eis rascher zum Schmelzen bringen und so den Whisky verwässern. Außerdem neigen auch eckige Eiswürfel im Vergleich zu runden Eiswürfel dazu, schneller zu schmelzen, weswegen hier klar der Kugelform im Whiskyglas der Vorzug zu geben ist.

Ein Tipp für diejenigen, die ihre Eiswürfel für kühlen Whiskygenuss daheim herstellen wollen: Am besten verwendet man Silikonformen, denn aus ihnen lässt sich der fertige Eiswürfel viel leichter lösen als aus Hartplastik-Versionen. Diverse Anbieter haben langhaltende Silikonformen zu guten Preisen im Angebot.

Für den einzigartigen Partygag können Eiswürfel übrigens auch in ganz speziellen Formen hergestellt werden. Auf diese Weise lassen sich Geburtstage, Hochzeiten oder Junggesellenabschiede mit ganz besonderen „rocks“ im Whisky feiern.

Wer nicht nur Eis für Whisky benötigt, sondern auch andere Getränke gerne damit kühlt und es daher in größeren Mengen herstellen möchte, der investiert am besten in eine Eiswürfelmaschine. Die Anschaffungskosten mögen vielleicht auf den ersten Eindruck hoch wirken, jedoch hat man damit immer die perfekten Eiswürfel zur Hand, ganz ohne Luftblasen. Und auch im Supermarkt finden sich Eiswürfel ohne die störenden Luftblasen. Dieses Eis ist in Beutel verpackt und wird ebenfalls maschinell hergestellt. Jedoch ist hier die Gefahr gegeben, dass es bricht, da es im Beutel recht wenig geschützt ist.

Alternative zum klassischen Eiswürfel: Whiskysteine

Eine stilvolle und nachhaltige Alternative zum klassischen Eiswürfel im Whisky sind Whiskysteine. Diese sind gänzlich aus Granit gefertigt. Im Vorfeld gekühlt, geben sie die Kühle ans Getränk ab, ohne dieses zu verwässern, da sie nicht schmelzen können.

Im Handel sind diese Wundersteine für das Whiskyglas bei verschiedenen Anbietern erhältlich und eignen sich auch hervorragend als Geschenk für Whiskyliebhaber.

Fazit

Der richtige Genuss von Whisky ist ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden. Gerade im europäischen Raum, der entsprechend von schottischer und irischer Whiskykultur geprägt ist, schwört man darauf, Whisky pur zu trinken, allenfalls mit etwas stillem Wasser gestreckt. Das Beifügen von Eis würde durch ein Herunterkühlen und Verwässern des Whiskys dafür sorgen, dass sich der Geschmack des edlen Tropfens nicht richtig entfalten kann. Außerdem verändere sich auch die chemische Zusammensetzung, was sich durch Eintrübungen und weitere Geschmacksverluste zeige.

Whiskysteine

Whiskysteine – nicht nur bei Amazon ein Bestseller

Demgegenüber ist amerikanischer Whiskeygenuss von einer abenteuerlichen Kühle und Frische geprägt, die sich beispielsweise im Standardgetränk „Whiskey on the rocks“ niederschlägt. Auch in Japan wird Whiskey mit Vorliebe mit Soda und Eis als Highball genossen.

Die richtige Trinkweise von Whisky ist sicherlich auch maßgeblich von Sorte und Qualität abhängig. Während man einen langjährig gereiften Single Malt wahrscheinlich eher nicht zu einem Highball mixt oder über Eis schüttet, genießt man einen rauchigen Bourbon oder günstigeren Blended Whisky schon eher eisgekühlt.

Grundsätzlich kann man sagen, dass sich über Geschmack nicht streiten lässt und dass man seinen Whisky so trinken sollte, wir er mundet. Dass man dabei nicht mutwillig seinen Geschmack zerstören sollte (zum Beispiel durch zu viel oder stark schmelzendes Eis), versteht sich von selbst. Umso wichtiger ist es, mit dem Eis sparsam umzugehen und hier auch auf eine runde Eisform zurückzugreifen sowie auf Eis, das keine oder wenige Luftblasen aufweist.

Bei Bedarf kann auch industriell gefertigtes Eis (luftblasenfrei) oder Eis aus der Eiswürfelmaschine genutzt werden. Und wer es stilvoll möchte und dem Schmelzvorgang gezielt entgegenwirken, der wählt sogenannte Whiskysteine.



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